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Bild: Stiftung Jugend forscht e. V.

Kultusminister Michael Piazolo zeigte sich beeindruckt von den „herausragenden Ergebnissen“ der bayerischen Schulen beim Bundesfinale von „Jugend forscht“: „Ein zentrales Anliegen dieses Nachwuchswettbewerbs ist es, Talente zu finden und zu fördern. Es macht mich stolz, dass diese Bemühungen an den bayerischen Schulen auch in diesem Jahr so besonders erfolgreich waren.“ Der Minister bedankte sich ausdrücklich bei allen Schülerinnen und Schülern, die an dem Wettbewerb auf Landes- und Bundesebene teilgenommen haben: „Auch wenn es vielleicht nicht immer für einen der ersten Plätze gereicht hat: Mit eurem Wissensdrang und eurer Neugierde verlasst ihr die vertrauten Pfade und beschreitet gemeinsam mit euren Lehrerinnen und Lehrern neue Wege. Das erfordert Fleiß, Kreativität und auch Mut“, so der Minister zu den mehr als 2.000 jugendlichen Entdeckern.

Die bayerischen Bundessieger „Jugend forscht 2019“

Der 17-jährige Paul Kunisch und der 16-jährige Thomas Derra vom Friedrich-Dessauer-Gymnasium Aschaffenburg gewannen den mit 2.500 Euro dotierten ersten Preis im Fachgebiet Chemie. Ihre Arbeit „Die ASA-Therapie zur Bekämpfung der Ölpest“, für die sie ein innovatives Bindemittel zur Beseitigung von Rohöl und Kohlenwasserstoffen herstellten, wurde zudem mit dem Europa-Preis ausgezeichnet. Die beiden Jungforscher dürfen sich darüber hinaus über eine Einladung zum European Union Contest for Young Scientists in Sofia freuen.

Der 20-jährige Nils Wagner von der Technischen Universität München interessierte sich für die enorme Flugweite von Wurfgeräten wie z. B. den bekannten Frisbeescheiben. Mehr als 300 Meter können diese zum Teil geworfen werden. Wagner widmete sich den Flugeigenschaften eines ähnlichen Wurfgerätes, nämlich eines dünnwandigen Hohlzylinders, für das er in einem Computerprogramm Flugbahn und Flugweite errechnete. Seine Arbeit trägt den Titel „Untersuchung fliegender Gyroskope“ und wurde mit dem ersten Preis im Fachgebiet Physik ausgezeichnet. Die Höhe des Preisgeldes liegt ebenfalls bei 2.500 Euro.

Eine ganz besondere Ehre wurde im Rahmen der Preisverleihung dem Hanns-Seidel-Gymnasium Hösbach zuteil: Die Schule wurde für den begehrten Sonderpreis „Jugend forscht Schule 2019“ der Ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder in der Bundesrepublik Deutschland nominiert und erhielt einen 2. Preis. Mit diesem Preis werden Schulen ausgezeichnet, denen es in besonderer Weise gelingt, Schülerinnen und Schüler in den MINT-Fächern zu fördern.

Vielzahl an Einsendungen aus Bayern

Unter dem Motto „Frag nicht mich. Frag Dich!“ haben sich in diesem Schuljahr bayernweit mehr als 2.000 Schülerinnen und Schüler zur 54. Runde des Wettbewerbs angemeldet. Das entspricht über 16 Prozent der Gesamtteilnehmer – Bayern liegt damit bundesweit auch in diesem Jahr an der Spitze.

Wegen der hohen Anmeldezahlen stellte der Freistaat erneut das größte Teilnehmerfeld unter den 16 Ländern am Bundeswettbewerb: 11 Projekte aus Bayern konnten sich für das Bundesfinale in Chemnitz qualifizieren. Ihre Themen reichten von der Erstellung eines Analyserasters zur Bewahrung der ökologischen Vielfalt des Waldes bis hin zum Programmieren einer künstlichen Intelligenz auf dem PC. Neun bayerische Projekte wurden in Anwesenheit von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier am vergangenen Sonntag mit einem der begehrten Preise ausgezeichnet.

Weitere Informationen sowie Bilder der Bundessieger und von der Preisverleihung unter: https://www.jugend-forscht.de/presse.html