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Bild: Hans Höscheler

Im Juni 2008 kam ein Auto mit Anhänger im Auftrag des bbw (Bildungswerk der Bayerischen Wirtschaft) an die Schule und es wurde eine physikalische Ausstellung in den Gängen der Schule aufgebaut, die sich MINIPHÄNOMENTA nannte. Die Idee dazu kam von der Universität Flensburg mit dem Ziel, Freude an der Physik in den Schülern zu wecken. Etwa 50 Versuche waren in den Gängen 2 Wochen lang zu bewundern, und die Schüler machten sich mit Begeisterung über die Versuche her.

Es war ein Jammer, dass nach 2 Wochen alles wieder abgeholt wurde und eine andere Schule die MINIPHÄNOMENTA genießen durfte. Da kam der Gedanken auf, dass wir das nachbauen können. Man hat die dafür benötigte Zeit und die Finanzierung abgeschätzt und es war (fast) allen klar, dass wir das nicht können. Etwa 4000 Arbeitsstunden und etwa 5000 Euro, wo sollen wir das herbekommen?

Aber der Spruch: „Alle wussten, dass es nicht funktionieren wird, nur einer wusste das nicht und baute es einfach“. Und so war es auch hier. Spenden kamen von Firmen und wir haben begonnen. Begeisterte Eltern und ehrenamtliche Mitarbeiter des  Seniorenbüro des BRK haben sich der Sache angenommen und es entstanden die ersten Gerätschaften. Man konnte bald etwa 20 Stationen sehen und damit zog das MINIPHÄNOMENTA-Team, das noch nicht organisiert war, auch mal nach draußen und Kindergärten kamen zu Besuch.  Dem Team wurde ein Lehrerin als MINIPHÄNOMENTA-Beauftragte zugeordnet und dies brachte Aufschwung in die Mannschaft. Jetzt war eben auch pädagogisches Wissen im Team vorhanden.

In jeder Primarklasse wurden jeweils 2 Experten-Schüler ausgebildet, welche auf die Geräte aufpassen, kleine Reparaturen vornehmen oder einen Schaden dem Sekretariat melden. Während der Bauzeit für den Neubau war kein Platz mehr für die Ausstellung und die MINIPHÄNOMENTA ging auf „Tournee“ an mehreren Schulen in Erlangen und Forchheim.

Das bbw ernannte die Schule zur MINIPHÄNOMENTA-Schule.

Heute gibt es einen Arbeitskreis MINIPHÄNOMENTA und man kann auf etwa 60 Stationen blicken, von denen ein Teil auch selbst entwickelt wurde. Zwei Stationen wurden als „Große Arbeit“ (Abschlussarbeit der Sekundarstufe) von Schülern gebaut.

Hier sei auch erwähnt, dass durch die MINIPHÄNOMENTA einerseits sehr innige Kontakte der Schule zu den Eltern entstanden sind, welche in diesem Arbeitskreis mitmachen und anderseits es auch viele Kontakte nach außen  zu mehreren Kindergärten gibt.

Einer der größeren Versuchsaufbauten, ein Foucault’sches Pendel mit magnetischem Antrieb wurde mit Hilfe der Universität Münster geschaffen.

Um die MINIPHÄNOMENTA zum Kunden, nämlich zu den Kindern in Kindergärten zu bringen, entstand eine Versuchskiste, eine MINIPHÄNOMENTA-to-go. Eine tragbare Wetterstation kann in die Klasse mitgenommen und damit alle Wetterelemente mit den Kindern beobachtet werden.

Heute ist die MINIPHÄNOMENTA nicht mehr weg zu denken, sie gehört einfach in den Schul-Alltag. Experimentierende Kinder kann man ständig an den Versuchsaufbauten in den Gängen sehen.

 

Ansprechpartnerin:
MINIPHÄNOMENTA-Beauftragte Stefanie Kellner, Montessori-Schule Erlangen stefanie.kellner@montessori-erlangen.de