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Karin Eisgruber
Karin Eisgruber
Bild: Marie-Theres Graf

Acht sogenannte MINT-Regionen gibt es seit vergangenem Jahr in Bayern, Mittelfranken ist eine davon. Wir haben mit Karin Eisgruber gesprochen, die die Arbeit am Zentrum für Lehrerinnen- und Lehrerbildung der FAU koordiniert.

Frau Eisgruber, was sind Ihre Aufgaben?

In Mittelfranken gibt es ein großes, aber unübersichtliches Angebot an Aktivitäten, die das Interesse von Kindern und Jugendlichen an Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik fördern sollen. Zunächst ist es meine Aufgabe als MINT-Managerin, dieses Angebot transparenter zu machen, vor allem durch den Aufbau einer Datenbank. Meine Partner aus den Städten, Landkreisen und Schulen sind sehr am Austausch von Best-Practice-Beispielen der MINT-Förderung interessiert. Der Leitgedanke dabei ist immer, dass wir die Neugier und die Lust am Beobachten, Forschen und Entdecken bei möglichst vielen jungen Menschen wecken und aufrechterhalten wollen.

Aber Sie sind nicht nur für die FAU zuständig … 

Es gibt viele Angebote an Lehrstühlen der FAU, die es an einem zentralen Ort darzustellen gilt. Hier geht es um Studien- und Berufsorientierung. Bildungsexperten sind sich jedoch einig, dass die Lust am naturwissenschaftlich-technischen Arbeiten schon ganz früh geweckt werden muss. Darum beziehe ich die gesamte Bildungskette vom Kindergarten an ein. So ist die IHK mit ihrem Projekt „Haus der kleinen Forscher“ für Drei- bis Zehnjährige auch ein Partner. Bei der MINT-Förderung an Schulen sind natürlich nicht nur Gymnasiasten, sondern auch Schülerinnen und Schüler anderer Schularten Zielgruppe.

Warum muss gerade der MINT-Bereich gefördert werden?

Einerseits geht es um die Sicherung des Bedarfs an Fachkräften in einem Bereich, der für den Technologiestandort Deutschland von grundlegender wirtschaftlicher Bedeutung ist. Andererseits ist MINT-Bildung in unserer heutigen Welt unabdingbar für die gesellschaftliche Teilhabe jedes Einzelnen. Sie fördert kreativ-gestalterische Kompetenzen und ist ein Schlüssel für die verantwortliche Mitgestaltung unserer Zukunft.

 

alexander – Aktuelles aus der Friedrich-Alexander-Universität, März 2018